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THE BRIDGE OF SIGHS

Jean-Luc Godard

In Sarajevo kristallisierte sich, am Ende eines Jahrhunderts geprägt von Eisen und Feuer – das auch dort begann – die brutale Konfrontation von realer und symbolischer Gewalt heraus. Ethnische Säuberungen, der Triumpf von Konsumgütern, die Diktatur spektakulärer Bildern, die in einem höllischen Ballett durch die Medien tanzten, in dessen Epizentrum diese Stadt zu sich selbst fand. Jedoch versprach Sarajevo das Gegenteil von alldem. Deswegen verdient die Stadt diesen melancholischen Gruß.

Jean-Luc Godard

 

Jean-Luc Godard wurde 1930 in Paris geboren. Als einer der unangefochten größten lebenden Filmemacher führt der Dichter, Kritiker und Philosoph Jean-Luc Godard die Arbeit an seinem monumentalen und komplexen Werk fort. Seit den 90er-Jahren nimmt die Untersuchung des Verhältnisses zwischen Kino und Geschichte bei Jean-Luc Godards Forschungsarbeiten einen zentralen Platz ein: das große Werk HISTOIRE(S) DU CINÉMA und eine Reihe ähnlich angelegter Filme (Allemagne 90 neuf zero, Les Enfants jouent à la Russie, 2 Gois 50 ans de Cinéma Francais, The old Place, L’Origine du XXie Siècle, Dans le Noir du Temps...) befassen sich mit der Infragestellung jener Kräfte, die mit Schwert und Wort seit einem Jahrhundert das Schicksal der Menschen bestimmt haben. Als stets fruchtbarer und abenteuerlustiger Filmemacher hat Jean-Luc Godard mit einem ruhelosen Gewissen seit Beginn der Belagerung von Sarajevo die entscheidenden Dramen, die sich dort abspielten, wahrgenommen. Mit allen materiellen und künstlerischen Mitteln hat er vor allem mit den vom Centre André Malraux in Sarajevo koproduzierten Filmen Je vous salue Sarajevo, JLG/JLG, Forever Mozart und Notre Musi que versucht, auf die Schrecken vergangener und noch immer akuter Bedrohungen hinzuweisen.

 

 

Cinétévé

 

Eine unabhängige Produktionsfirma, die 1982 von Fabienne Servan Schreiber gegründet wurde, die bis heute Geschäftsführerin der Firma ist.

Die Firma hat über 400 Stunden internationaler preisgekrönter Programme produziert: Kino-Spielfilme, Dokumentarfilme und Fernsehfilme, Prime-Time Fernsehdramen, Berichte, Live-Aufzeichnungen, Fernsehmagazine, Kurzprogramme und Projekte im Bereich der Neuen Medien.

Im Kinobereich möchten wir hervorheben: Calle 54, ein Musikfilm des Emmy-Award-Gewinners Fernando Trueba, der von der New York Times zum drittbesten Film des Jahres 2000 gewählt, von Miramax in den USA ins Kino gebracht und sowohl für das Festival in Venedig, als auch in Toronto ausgewählt wurde; Daugther of Keltoum, von Medi Charef, ausgewählt für das Toronto Film Festival 2001; und Vivre me tue, von Jean-Pierre Sinapi, der nicht nur in San Sebastian aufgeführt, sondern beim Cabourg Festival 2003 auch den ersten Preis gewonnen hat.

Im Bereich der Omnibusprojekte heben wir hervor: Lumière and Company,  der 40 Regisseure in einer Hommage an das Kino der Lumière Brothers zusammenführte, unter anderem mit David Lynch, Spike Lee, James Ivory, John Boorman, Michael Haneke, Arthur Penn, Oshima und Yang Zi-Mou. Der Film lief auf über 40 Festivals; außerdem Visual Telegrams, 30 Filmemacher für die Umwelt, darunter Fatih Akin, Rachid Bouchareb, Isabel Coixet, Ronit Elkabetz, Amos Gitaï, Elia Suleiman, Jaco Van Dormael und Jia ZangKe, aufgeführt bei der Copenhagen Climate Conference (2009) unter der Schirmherrschaft der UN.

Fabrice Aragno

Jean-Paul Battaggia

Paul Grivas

PRODUZENTEN

L'Atelier à Lausanne